Bericht zur Jahreshauptübung 2025
Erstelldatum29.09.2025
"Alle Jahre wieder" heißt es nicht nur in der Adventszeit, sondern auch schon im September, wenn die Feuerwehr Dossenheim zur Jahreshauptübung einlädt. Am 27. September 2025 war es wieder so weit. Die diesjährige Hauptübung stand ganz im Zeichen der technischen Hilfeleistung. „H3 Verkehrsunfall, Rathausplatz, 2 Personen eingeklemmt“, so lautete die Alarmmeldung dieser Hauptübung.
Angenommen - und dabei auch realistisch dargestellt - wurde ein Verkehrsunfall mit zwei PKW, wobei eines der Fahrzeuge auf der Seite zum Liegen kam. In jedem Fahrzeug war jeweils der Fahrer, gespielt von jungen Feuerwehrkameraden, eingeschlossen bzw. eingeklemmt. Auf Grund des Unfallhergangs musste mit inneren Verletzungen und einer Wirbelsäulenfraktur gerechnet werden, was eine schnelle aber schonende Rettung erforderlich machte.
Nachdem zuerst Kontakt zu den Verletzten aufgenommen wurde, wurden die Unfallfahrzeuge gegen weiteres Bewegen und Wegrutschen gesichert, der Brandschutz sichergestellt und die Unfallstelle gegen den Verkehr abgesichert. Durch eine Erstöffnung verschaffte man sich Zugang ins Innere der Unfallfahrzeuge, um die Betreuung und die medizinische Versorgung der eingeklemmten Person und des eingeschlossenen Pkw-Fahrers sicherzustellen.
Die eigentliche Rettungsöffnung wurde durch das Wegklappen des Daches geschaffen. Hierbei wurde viel technisches Gerät eingesetzt, um die Person sicher befreien zu können.
Beide "Verletzte" konnten dank der guten Koordination der beiden Abschnitte am jeweiligen Unfallfahrzeug und trotz schwieriger Bedingungen innerhalb der für die Rettung zur Verfügung stehenden „Golden Hour of Shock“ (kritische Zeitspanne von 60 Minuten für Alarmierung und Anfahrt, Rettung des Patienten sowie für die Versorgung und Abtransport in eine Klinik durch den Rettungsdienst) aus den Fahrzeugen befreit werden.
Der Schwerpunkt der diesjährigen Übung lag auf dem Zuordnen von Schwerpunkten für die ersteintreffenden Einsatzkräfte, die Zusammenarbeit mit dem Rettungsdienst und die patientenorientierte technische Rettung der eingeklemmten Person.
Stefan Wieder, Kommandant der Feuerwehr Dossenheim, zeigte sich nach der Übung zufrieden: „Solche realitätsnahen Übungen sind entscheidend, um im Ernstfall optimal vorbereitet zu sein. Die Einsatzkräfte haben professionell agiert und wertvolle Erfahrungen gesammelt.“
Neben den Kräften der Feuerwehr Dossenheim war auch der Rettungsdienst mit dem Deutschen Roten Kreuz Ortsverband Dossenheim und Ortsverband Eppelheim an der Übung beteiligt. Wir möchten uns auf diesem Wege bei allen Beteiligten und Zuschauern bedanken. (RH)























